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Analyse und Qualität

Trinkwasserqualität

HÄRTE 

Mineralarmes Regenwasser kann während des Versickerungsvorganges mineralische Bestandteile des Bodens und des tieferen Untergrundes auflösen. Die wichtigsten sind Calzium- und Magnesiumverbindungen, die zusammengefasst als Wasserhärte bezeichnet werden. Härtemineralien sind beispielsweise Kalk als Ausgangsstoff der Karbonathärte und Gips als Ausgangsstoff der Nichtkarbonathärte (Gipshärte). Hartes Wasser mit Kalzium und Magnesium ist für Mensch, Tier und Pflanze essentiell und gesund, für den Betrieb von Haushaltsgeräten aber nicht so vorteilhaft wie weiches Wasser.

NITRAT 

Kein Problem für das Barsinghäuser Trinkwasser. Die gemessenen Nitratgehalte liegen weit unter dem Nitratgrenzwert. 

ANDERE SCHADSTOFFE UND WIRKSTOFFE (HERBIZIDE)

Das in der Vergangenheit beobachtete Herbizid Mecoprop bereitet uns keine Probleme mehr. Lediglich in einzelnen Grundwassermessstellen werden geringe Spuren von diesem Wirkstoff nachgewiesen. Der ebenfalls nachgewiesene Wirkstoff Bentazon gelangt durch Präventivmaßnahmen nicht in unsere Versorgung. Grenzwertüberschreitungen im Trinkwasser gibt es deshalb nicht.

WASSERAUFBEREITUNG UND ENTHÄRTUNG

Das relativ harte Rohwasser (Grundwasser) wird unter Zugabe von Kalkhydrat im Grundwasserwerk Eckerde zentral enthärtet und aufbereitet (Schnellentkarbonisierung).

Dabei wird neben dem entstandenen Kalziumkarbonat auch Eisen und Mangan entfernt sowie der Sulfatgehalt reduziert.

Dem Reinwasser in Eckerde wird seit Mai 2010 weiches Harzwasser zugemischt, auch um die Wasserhärte weiter zu minimieren.

Daneben bedeutet diese Möglichkeit der Fremdwasserzugabe eine zusätzliche Sicherung der Gesamtversorgung in Barsinghausen bei Störungen in der eigenen Versorgung.

Im Mittelzonenbehälter Deister wird danach dem Mischwasser (Grund- und Harzwasser) nochmals relativ weiches Deisterwasser zugemischt und dann als hervorragendes Lebensmittel dem Kunden zur Verfügung gestellt.

Bei der Waschmitteldosierung können Sie sich nach dem Härtebereich des jeweiligen Versorgungsgebietes richten.

PRIVATE WASSERENTHÄRTUNG ÜBERFLÜSSIG

Bei der Warmwasseraufbereitung für den Haushalt genügt es erfahrungsgemäß zur Vermeidung von Kalkansammlungen im Gerät die Wassertemperatur in Boilern auf 55°C zu begrenzen.

Die hygienischen Eigenschaften des normalerweise minimal gechlorten Trinkwassers verschlechtern sich möglicherweise bei einer zusätzlichen Wasserenthärtung sowie anderer Nachbehandlungen in der Kundenanlage unter Umständen ganz erheblich. Daher raten die Stadtwerke, ebenso wie das Bundesgesundheitsministerium und das Umweltbundesamt, von jeglichen Eingriffen in die natürliche Beschaffenheit des Lebensmittels Trinkwasser ab.

Das gilt uneingeschränkt für alle Geräte mit Ionentauscher, auch für solche, die in Kleinfiltern eingebaut sein können, um Kaffee und Teewasser zu „verbessern". Diese ersetzen meist die lebenswichtigen Elemente durch Natrium. Eine hohe Aufnahme von Natrium muss aber besonders bei Säuglingen und bei kochsalzarmer Diät vermieden werden.

WIR SICHERN DIE TRINKWASSERVERSORGUNG VON MORGEN

So erfreulich diese Aspekte sind: Ausruhen können und werden wir uns auf diesem hohen Niveau nicht! Wir haben in der Vergangenheit schon zahlreiche Anstrengungen zum Erhalt der Trinkwasserqualität hier in Barsinghausen unternommen.

Wir möchten, dass die relativ gute Qualität des Grundwassers in unseren Wassereinzugsgebieten Eckerde und Deister auch weiterhin nicht durch Einträge aus der Industrie, Altlasten und insbesondere durch nicht ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung beeinträchtigt wird.

Deshalb haben wir uns hier im Deistervorland mit den dort tätigen Wasserversorgungs-unternehmen und den hiesigen Landwirten zu einer Kooperation zusammengeschlossen, um den Herbizid- und Wirkstoffeinsatz in den Grundwassereinzugsgebieten auf ein Minimum zu verringern. Dazu sind durch die Stadtwerke im Einzugsgebiet der Brunnengalerie Eckerde (Schutzzone II) ehemalige landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen angekauft und danach in intensives Grünland umgewandelt worden.

Auf diese Weise bleibt auch der gute Zustand des Barsinghäuser Trinkwassers wohl für die Zukunft erhalten.

Ansprechpartner

Herr René Bloise
Wasserwerk Eckerde
Gehrdener Straße 4
30890 Barsinghausen

Telefon: 05105/2682
Fax: 05105/586716
E-Mail: R.Bloise-SWB@t-online.de